Művelődés-, Tudomány- és Orvostörténeti Kiadó
Folyóirat: 2018/16
Cím: In memoriam of Dénes Görög MD (1901-1945)

Title: In Memoriam Privatdozent Dr. med. Dénes Görög (1901-1945)
[Letöltés]
Szerző(k): Prof. Dr. Makovitzky József - Universität Heidelberg/ Freiburg Károly Balogh M.D. Associate Professor - Harvard Medical School Reinhard Jaki Prof. Dr. - former head of Deputy of Anaesthesiology and Intensive Care Klinik, Schillerhöhe Gerlingen/Stuttgar
Rovat: Biográfiák, Kutatás fejlesztés
Kötet: 2018/17
DOI: 10.17107/KH.2018.17.475-481
Kulcsszavak:
Holocaust, Ebensee, Dénes György, Magyarország, 1944
Keywords:
Holocaust, Ebensee, Dénes Görög, Hungary 1944
Abstract:

The fate of Jewish people in Hungary was by force take during the German invasion from March 19, 1944. By the appearance of Adolf Eichmann the so-called Endlösung commenced with the collaboration of the Hungarian authorities.

Dr.Dénes Görög physician/pathologist was first confined into the ghetto Szombathely and then deported to Auschwitz-Birkenau, His wife and daughter were killed there, and he was forced to work under Josef Mengele MD as a pathologist. He always preserved his humanity even during this inhuman circumstances.

His health had been undermined by the lager conditions, and after libertion of the camp he died on the way home in 1945 at Ebensee (Austria)

The fate of Dr. Dénes Görög and his family remains a tragic memento for the subsequent generations together with the fate of the European Jews who were victimized by the Hitlerian insanity.


„Der Tod ist ein Meister aus Deutschland“ (Paul Celan)

Die Bezeichnung Privatdozent Dr. med  Dénes Görög Pathologe habe ich erst  von meinem ehemaligem Chef Prof. Dr.med. Dezsö Tanka vernommen. Er hat oft über die Ärzteschaft des Krankenhauses Szombathely (Stein am Anger) vor dem 2. Weltkrieg erzählt (20).

Als ich, für das mittlerweile erschienene Buch die Persönlichkeit, von „ Prof. Dr. György (Georg) Romhányi (1905-1991) in den Archiven der Institute von Budapest, Szombathely und Pécs, und anderer Quellen recherchierte, habe ich den Name Dr.med Dénes Görög oft gelesen (15).

Kurze Zeit darauf las ich mehrere, ihm in Gedenken gewidmete Artikel und Würdigungen (4,5,6,7). Dies hat mich dazu inspiriert mich ausführlicher mit der Person Dénes Görög, mit seinem tragischen Schicksaal und dem seiner Familie  zu befassen.

Die wichtigste Quelle fand ich dabei im Buch seines Sohnes Prof. Dr. Sándor Görög „Repkényszaggatás“( auf deutsch „Gliederreißen des Efeus“) ist zu lesen.

Als er den Grabstein seines Grossvaters, am Friedhof von Szombathely vom Efeu befreite, entschloss er die Geschichte seiner Familie, deren Tragödie, die in Auschwitz und in Ebensee endete, aufzuarbeiten (9).

Die Familie Görög war eine typische in Ungarn in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts lebende, assimilierte Akademikerfamilie jüdischer Herkunft. Das Leben und Schicksaal wurde durch den ersten  Weltkrieg und den darauffolgenden Friedensvertrag/Friedensdiktat von Versaille/Trianon (1921 und den zweiten Weltkrieg (1939-1945) bestimmt.

Dénes Görög wurde am 29. Januar 1901 in Budapest geboren, maturierte im königlichen Hauptrealgymnasium „Bolyai“ 1918 in Budapest. Um Medizin studieren zu können, legte er die Matura auch in Latein ab.

Das Medizinstudium begann er an der Péter Pázmány Universität in Budapest. Danach studierte er fünf Semester an der Friedrich Wilhelms Universität, heute Charité Universitätsklinikum Berlin. „In der deutschen Hauptstadt der Wissenschaft“ in Göttingen studierte er noch ein weiteres Semester. 1922 kehrte er an die neu gegründete Universität Pécs zurück (1923), wo er sein Diplom am 25. Februar 1925 erwarb. Mit dem Erhalten des Diploms war nebst dem Eid auf Hippokrates- auch ein Schwur auf die ungarische Verfassung die gleichzeitig Treue zu Miklós (Nikolaus) Horthy dem Reichverweser von Ungarn vorsah, abzulegen.

Bis zum 31. August 1925 war er als Praktikant im Institut für Rechtsmedizin tätig, ab 1. September war er Assistent in der Pathologie der Universität Pécs.

In der Person von Prof. Dr. Béla Entz fand er seinen  Förderer,  Unterstützer und Lehrmeister. Neben persönlichen Ratschlägen beschäftigte Prof. Dr Entz auch die Weiterbildung des Dr. Görög. Persönlich unterstützte und förderte er dessen viermonatige hämatopathologische Weiterbildung bei Carl Sternberg in Wien. Darauf folgte eine Weiterbildung am Institut für Hygienie der Universität Pécs bei Prof. Dr. Béla Fenyvessy. 1928 arbeitet er neben Prof. Dr. Balázs Kenyeres an der Universität Budapest im Institut für Rechtsmedizin, wo er eine Facharztprüfung abgelegte. Der nächste Schritt war die Weiterbildung in klinischer Chemie bei Prof. Dr. János Àngyán an der Universität Pécs.

Am 1. April 1929  wurde Dr. Dénes Görög Chefarzt, der neu geschaffenen Prosektur und des Zentrallabors für bakteriologische Untersuchungen im Komitatskrankenhaus Szombathely. In kurzer Zeit organisierte er eine funktionsfähige und  über die Komitatsgrenze hinaus  hochangesehene Abteilung am Krankenhaus.

1930 heiratete er in Budapest die gleichfalls einer assimilierten Familie entstammende Klára Szemzö. Dieser Ehe entstammen die Kinder Klára (1931) und Sándor Dénes (1933).

1934 habilitierte sich Dénes Görög im Fach Pathologie mit der Arbeit: „Über die Pathologie des Herzens, Blut- und Lymphgefäße“ an der Universität Pécs. Gleichzeitig erhielt er die „Venia legendi“. Er war der erste Privatdozent am Klinikum Szombathely.

Ein Redakteur der Komitatszeitung schrieb: „die freudige Nachricht hat sich wie ein Lauffeuer  in der Stadt verbreitet“ weiter „er hat die Kultur der Stadt bereichert und den guten Namen der Ärzteschaft weiter gepflegt“. Seine Ernennung zum Privatdozenten betrachteten viele Menschen in der Stadt und im Komitat mit großer Freude. „Der neue Dozent kam vor fünf Jahren 1929 in unsere Stadt und wird heute auf Grund seiner ärztlichen Tätigkeit und seinem Wesen  geliebt und  geschätzt“, und er wurde zum Mitglied des Rotary Club von  Szombathely  gewählt.

Ab 1930  bekommt das Institut Untersuchungsmaterial (Blut, Sekretionsmaterial usw. aus folgenden Komitaten: Vas , Zala und Györ-Sopron und dadurch wurde die Untersuchungsspektrum wesentlich ausgeweitet.

Dénes Görögs persönliche Lage und die Lage seiner Familie veränderte sich auf Grund der sog. Judengesetze 1938 und 1939 in Ungarn Die im katholischen Glauben aufwachsenden und erzogenen Kinder erfahren plötzlich 1942, dass sie auf Grund der neuen Gesetze nunmehr Juden sind!

Die Menschen die vor dem 1. August zum christlichen Glauben übergetreten warn, galten als Christen. Dr. Görögs Urkunde datiert jedoch vom 6. Oktober 1919.

Nach dem dritten Judengesetzt (1941) wurden, die in Ungarn lebenden Juden im eigenen Land und in der Stadt isoliert.

Ungarn, als Verbündeter des Deutschen Reiches war nach zweiten Wiener Schiedsspruch wieder  größer  (1941). Nord-Siebenbürgen kam zum ungari-  schen Kernland zurück. Dénes Görög erhält 1942 als Militärarzteinen Einberu- fungsbefehl.Kurz darauf verschwand er für ein paar Tage zum Arbeitsdient. Ernö Petö, der Krankenhausdirektor bestätigte in seinem Antrag, die Unverzichtbarkeit von PD Dr. med Dénes Görög, Privatdozent im Krankenhaus. Doch auch dies befreite ihn nicht vom Arbeitsdienst und weiteren Schickanen!

Über diese Tatsache wurde in der Familie nicht offen gesprochen, im Krankenhaus  durfte er noch weiter arbeiten.

Umso bemerkenswerter daher der  persönliche Dankbrief von Prof Dr. József Tomcsik (1898-1964), bevor dieser Ungarn verließ, um den Lehrstuhl für Hygiene an der Universität Basel anzunehmen: „Mein lieber Freund, ich möchte mich bei Dir persönlich für dein Engagement , für deine jahrelange aufopfernde Arbeit, mit der Du die Arbeit des Landesinstitut für Hygiene jahrelang unterstützen  hast, einfach danken! Damit hast du das Gesundheitswesen unseres Landes maßgeblich unterstützt. Als letzten Gruß nimm bitte meine besten Wünsche an! Ich verbleibe mit ehrlichen Freundschaft und Hochachtung“

József Tomcsik

Derartiges einen jetzt geächteten Kollegen zu schreiben wagten 1943  nur wenige Menschen!

In den letzten Jahrenanhand der Forschungstätigkeit  von  Dr.med. Ferenc Garzuly  (Szombathely, Stein am Anger) wurde die Geschichte  der Prosektur zwischen 1929-1945 aufgearbeitet. Chefarzt Garzuly zu verdanken, dass der erste Sektionsprotokoll und der letzte Sektionsprotokoll von Dr. Görög  zum Vorschein kam. Er sezierte noch am 17. Mai 1944 und verfasste das entsprechende Protokoll. Genauso erledigte er weiterhin die Eingangshistologie und bakterielle bzw. Laboruntersuchungen. Chefarzt Görög hat bis zur letzten Minute in seiner Abteilung ihn charakterisierenden Pflichtbewusstsein und vollständiger Einsatz gearbeitet(4,5,9).  

Der bisherige Kriegsgang hat sich verändert. Die deutschen Truppen wurden im Januar 1943 bei Stalingrad und Moskau aufgehalten. Zugleich begann die Zeit der „ planmäßigen Evakuierung“ der okkupierten Gebiete.

Diese Wende des Zweiten Weltkrieges brachte schnelle Veränderungenmit sich: zwar im Juni 1941 erklärte Ungarn den Krieg der Sowjetunion. 1944 wurde Ungarn selbst zum Kriegsschauplatz: Als Reichsverweser Miklós (Nikolaus) Horthy endlich einsah, dass er sich mit der Bitte um Waffenstillstand nur an den „Erzfeind“ Sowjetunion wenden konnte, war es bereits zu spät. Das Land wurde am 19. März 1944 mit der Begründung von den deutschen Truppen besetzt, „die Ungarn und der Reichsverweser Miklós (Nikolaus) Horthy  seien  unzuverlässige Partner geworden“. Die Front näherte sich dem Land. Die wieder gegründete ungarische Universität musste aus Klausenburg (Kolozsvár, heute Cluj in Siebenbürgen, Rumänien) – so wie  erstmals  1921 nach dem Trianon-Friedensvertrag – evakuiert werden.

Die planmäßige Besetzung Ungarns wurde schon 1943 von Edmund Veesenmayer vorbereitet.

Um die politische Situation zu erkunden war Veesenmayer im Frühjahr und Herbst 1943 in Ungarn. Dabei warnte er Ribbentrop und Hitler vor einem Ausscheren Ungarns aus der Front der Achsenmächte und sprach sich für ein Eingreifen aus. Im Zuge der deutschen Besatzung Ungarns wurde er von Hitler am 19. März 1944 zum Gesandten I. Klasse, zum „ Bevollmächtigten des Großdeutschen Reichs“ in Ungarn und zum SS-Brigadeführer ernannt.

Am 2. Juni 1944 schloss Veesenmayer mit dem ungarischen Finanzminister Lajos Reményi-Schneller ein Zahlungsabkommen  zwischen Ungarn und dem Deutschen Reich. Darin wurde festgelegt, dass an die Reichkreditkasse Budapest für die Leistungen der „ gemeinsamen Kriegsführung“ ab 19. März für die Monate Mai, Juni und Juli 1944 jeweils 200 Millionen Pengö (damalige ungarische Währung) zu zahlen seien. Es fehlte joch eine Rückzahlungsregelung. 

Mit anderen Worten Ungarn hatte seine Selbständigkeit verloren.

Adolf Eichmann kam mit einem Sonderkommando in Budapest an. Damit begann das letzte, dramatische und traurigste Kapitel der Liquidierung der ungarischen Juden (8,11,12,19).

Im Telegramm vom 13. Juni 1944 meldete Edmund Veesenmayer dem „Auswärtigen Amt.“ Abtransport der Juden aus dem Karpatenraum und Siebenbürgen mit insgesamt 289.347 Juden in 92  Zügen zu je 45 Wagen abgeschlossen“.

Am 15. Juni 1944 teilte Veesenmayer Ribbentrop in einem Telegramm mit, dass bis zu diesen Tag rund 340.000 Juden an das Reich abgeliefert worden seien.

Die Deportation jüdischer Menschen beginnt mit der Begeisterung und dem Einvernehmen ungarischer Behörden.

Aus Budapest fuhr wöchentlich ein Transport in Richtung Auschwitz-Birkenau, Buchenwald. Auch im Partium und in Nordsiebenbürgen wird die Endlösung schnell und gründlich umgesetzt.

In vielen Gemeinden und Städten, wurden die ehemaligen „ Judenwohnungen“ am Tag der Deportation von der Bevölkerung  geplündert wie z.B. in Pécs, Köszeg, Szombathely.

Die Stadt Nagykanizsa  z.B. brüskierte sich damit, dass die Stadt im April schon „Judenfrei“ sei. Am 28.April fährt der erste Transport mit offenen in Viehwaggons, eingepferchten Menschen, der zweite Transport am 17. Mai in Richtung Auschwitz (13).

Die Stadt Szombathely wurde auch am 19. März  besetzt, Nachmittag erscheint die Wehrmacht. Nach 5. April erschienen auf den Straßen erstmal in der Stadt auch die „ gelben Sterne „.

Der elfjährige Sohn Sándor wurde von Dr. med József Prugberger  in seinem Wagen nach Köszeg (Güns) in das Ordenshaus  von Societas Verbi Divini  abgegeben, dort versteckt und überlebt den Holocaust.

In der Stadt selbst wird das Ghetto Mitte Mai organisiert. Er ging selbst am 20 Mai 1944 in das Ghetto.Das Ghetto wurde abgeschottet und streng kontrolliert.

Vorher wurde die Tochter Klára im Ordenshaus der Annunziata Schwestern  in Szombathely versteckt. Sie wird mit Lungenzentzündung in die Kinderabteilung des Krankenhauses aufgenommen. Während einer Nacht wird sie aus dem Krankenbett gezerrt und ins Ghetto gebracht. Aufgrund einer Anzeige wurde nur Sie namentlich (Klára) durch die SS und ungarische Gendarmerie gesucht.

Die Familie Görög wurde am 4 Juli in Szombathely auf Waggons gebracht. Nach vier quallvollen Tagen endete die Reise in Auschwitz-Birkenau. Direkt von der  Rampe wurden die Tochter Klára und ihre Mutter in die Gaskammer geschickt. Vorher waren die Eltern und Grosseltern schon selektiert.

Dénes Görög ist noch kein gebrochener Mensch. Der in Auschwitz wirkende Pathologe Dr.med. Miklós Nyiszli aus Nagyvárad/Grosswardein/Oradea) nimmt ihn in das sog. wissenschaftliche Team des berüchtigten Lagerarztes Dr.med. Josef Mengele auf. Täglich mussten sie die Richtigkeit der pseudo-wissenschaftlichen Theorien Mengeles bestätigt werden.

Dr.Dénes Görög trotz aller Belastungen ist ein Mensch geblieben. Der spätere Professor für Ergonomie an der TU in Wien Andreas Wreiss, damals 15 jährig, erzählte: er rettete mein Leben, ich bekam von ihm seine Lebensmittelportion.

Er arbeitete neben Dr. Miklós Nyiszli im sog. Krematorium II.

Gemeinsam mit Dr. Nyiszli überlebte Dénes Görög den Aufstand des  jüdischen Sonderkommandos am 7. Oktober 1944. Die Aufständischen sprengten das vierte Krematorium.Dabei wurden 3 SS Soldaten getötet. Danach brachen die Aufständischen aus dem Lager aus.

Der Aufstand wurde von einem SS Sonderkommando brutal niedergeschlagen. Dabei wurden 451 Personen ermordet. Darunter befanden sich viele Ungarn. Görög und Nyiszli erwarteten gemeinsam hingerichtet zu werden. Doch es kam anders. Dr. Mengele erschien im Lager und rettete das Leben von beiden, da er Görög und Nyiszli für das Fortführen seiner Experimente, oftmals am lebenden Objekt (Menschen) benötigte. Im Januar 1945 gelang es Dr. Nyiszli unter den Gefangenen untertauchen (Er war sog. Geheimnisträger). Die Nazis evakuierten das Lager Anfang Januar 1945. Die Sowjets befreiten das Vernichtungslager  Auschwitz-Birkenau am 27. Januar 1945.

Für die Gefangenen folgte der berüchtigte Todesmarsch, teils mit dem Zug via Mauthausen nach Melk und Ebensee.

Dr. Miklós Nyiszli hielt in seinem Tagebuch über seinen Kollegen Dénes Görög fest, dass dieser einen Nervenzusammenbruch erlitten hatte. Danach verlor Nyiszli  den Kollegen Dénes Görög aus den Augen (17,18). Dr. László Farádi schrieb in seinem Buch „ Diagnose über mein Leben“,  dass die letzte Fahrt Dénes Görögs  stehend im offenen Viehwaggon erfolgte. Die Versorgung existierte seit Tagen nicht mehr. Zusammengebrochene wurden einfach aus dem Waggon geworfen. (3) In der Nacht des dritten Tages hörte er Stimmen, nach einem Ungar fragen:

Auf die Antwort nicht wartend, sagten sie:

Wir haben gerade jetzt die Leiche eines ungarischen Arztes rausgeworfen. Gestern hat er gesagt: „ich bin Doktor Görög. Er hat den Prof. Dr. Entz seinen Chef in Pécs erwähnt und uns mitgeteilt und wurde aus Szombathely aus dem Ghetto nach Ausschwitz in den Viehwaggons verladen“. Am nächsten Tag früh war Dr. Görög kein Doktor mehr, er war nur ein gefrorenes Skelett!

Dr. Gyula Török (Celldömölk)hat auch den Tod von Dr.Dénes Görög bestätigt, er starb im Lager Ebensee.

Der Autor hat von seinem überlebenden Sohn Prof. Dr. Sándor Görög- Dokumente über das KZ Ebensee- den ganzgenauen Tag des Todes des Vaters- auf seine Anfrage erhalten. Danach starb sein Vater am 3. Februar um 14h 20 min 1945 (Todesliste Nu: 120807). Aus der Familie Görög nur der Sohn Sándor hat den Holocaust überlebt. Prof. Dr. Sándor Görög ist ein weltbekannter analytischer Pharmakologe – Forscher und ordentliches Mitglied der Ungarischen Wissenschaftlichen Akademie.

 

Was geschehen ist, ist sehr traurig, wir dürfen nicht vergessen!

Es liegt an uns Menschen, dass sowas nicht noch einmal passiert!

 

Leider endet weder die Geschichte noch die Brutalität zu der Menschen fähig sind,  mit dem Jahr 1945 nicht! Die Alliierten und die Sowjets haben alles aus verschiedenen Konzentrationslagern mitgenommen.  Notizen, Einrichtungen, Waffen und einige Ärzte und Forscher, die die massenvernichtenden verschiedenen Strukturen, Methoden und Waffen entdeckt und ausgebrütet haben. Menschenversuche ohne Einwilligung der Versuchspersonen wurden durchgeführt. Die Tötungsmaschinerien haben sie weiterentwickelt, genauso wie die inhumanen Foltermethoden und die Ergebnisse- „horribile dictu“ in führenden wissenschaftlichen Zeitschriften publizierten. Neben Atomwaffen, Raketen und Drohnen wurden auch biologischen Waffen entwickelt! Der Autor würde die Zeile der Todesfuge umformulieren statt „ der Tod ist ein Meister aus Deutschland“ würde ich so formulieren:der Tod ist ein Meister aus  Menschen Hand!

 

Es ist unser aller Pflicht an die in verschiedenen Konzentrationslagern getöteten Menschen, deren tragische Schicksale jedes Jahr zu erinnern und diese Erinnerung auch für kommende Generationen zu bewahren! Diese Praxis wurde beispielhaft in dem akademischen Lehrkrankenhaus der Universität Pécs in seiner alten Wirkungsstätte in Szombathely  mit mehreren Veranstaltungen gezeigt. Die Tischgesellschaft der emeritierten Pathologen in Budapest 2012 haben einen Abend dem Gedenken an Privatdozent Dénes Görög gewidmet.

1. ábra Dénes Görög

Literatur

1. Benke József: 85 éves a Pathologiai Intézet. Pozsony-Budapest- Pécs 1918-2003. Pécs. Direkt Kft, Alexandra Kiadó. 2003. ISBN 963 368 404-8

2. Conze Eckart, Frei Norbert, Peter Hayes, Moshe Zimmermann: Das Amt und die Vergangenheit. Deutsche Diplomaten im Dritten Reich und in der Bundes-republik. Karl Blessing Verlag. München 2010, ISBN  978-3-89667-430-2.

3. Farádi László: Diagnózis az életemröl.1983 Gondolat Könyvkiadó ISBN  9632817123

4. Garzuly Ferenc: A múlt árnyai. A szombathelyi patológia jegyzökönyveinek üzenete (1920-1965): Vasi Szemle, LVIII: 2267-280 (2004).

5. Garzuly Ferenc: A múlt árnyai. A szombathelyi patológia jegyzökönyveinek üzenete (1920-1946). Lege Artis Medicinae, 15: 324-328 (2005)

6. Garzuly Ferenc: Patológiai jegyzökönyv a Rákosi-korszakból. Lege Artis Medicinae, 15: (12) 956-962 (2005)

7. Garzuly Ferenc: Fekete viz, örvénylö idö 1920-1956 Magyar Nyugat Kiadó 2006.

8. Gerlach Christian, Aly Götz: Das letzte Kapitel. Der Mord an den ungarischen Juden 1944-1945. Fischer Taschenburch Verlag ISBN: 3-596-15772-2

9. Görög Sándor; Repkényszaggatás. Önéletrajz,családtörténet, korrajz a 20. századból. 2011 Akadémia Kiadó Budapest S 1-240  ISBN 9789630589635.

10. http://www.gelsenzentrum.de/todesfabrik_miklos_nyiszli.htm. Gelsenzentrum  Gelsenkirchen. Die Todesfabrik. Bericht von Miklós Nyiszli.

11. http://de.wikipedia.org/wiki/Edmund_Veesenmayer

12. Konzentrationslager Dachau 1933-1945 7. Auflage Herausgeber: Comiteé International Dachau 65, Rue de Haerne, Brüssel Redaktion: Barbara Distel, Ruth Jakusch. ISBN 3-87490-524-1

13. Lévai Ibolya: személyes közlés

14. Lifton Robert Jay: Náci orvosok. Az orvosi eszközökkel történö emberölés és fajirtás lélektana. Alexandra. Pécs 1998.

15. Makovitzky Josef: Prof. Dr.György(Georg) Romhányi (1909-1991) als Persönlich- keit, Wissenschaftler und Lehrer- ein Beitrag zur Geschichte der Polarisationsmik- roskopie. Druck: Druckerei der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. ISBN 978-3-00-036132-6

16. Matic Igor-Philip: Edmund Veesenmayer. Agent und Diplomat der national- sozialistischen Expansionspolitik. Oldenburg 2002, ISBN 3-486-56677-6.

17. Nyiszli Miklós: Ich war Doktor Mengeles Assistent. Im Jenseits der Menschlichkeit: Ein Gerichtsmediziner in Auschwitz Dietz Verlag Berlin 1992.

18. Nyiszli Miklós: Mengele boncoló orvosa voltam. Budapest 1994 Magyar Lajos Alapitvány.

19. Rosh Lea, Jäckel Eberhard: Der Tod ist ein Meister aus Deutschland. Deportation und Ermordung der Juden. Kollaboration und Verweigerung in  Europa. Hofman und Campe 1990.ISBN 3-455-08358-7

20. Tanka Dezsö: persönliche Mitteilungen.