Művelődés-, Tudomány- és Orvostörténeti Folyóirat
2016/12           ISSN: 2062-2597
Cím: Relationship of Lew Tolstoy and Dušan Makovický/Lev Tolsztoj és Dušan Makovický közti kapcsolat

Title: Die Beziehung zwischen Lew Tolstoi und Dušan Makovický Prof. Dr. med. Josef Makovitzky
[Letöltés]
Szerző(k): Prof. Dr. Makovitzky József - Universität Heidelberg/ Freiburg
Rovat: A modern orvostudomány története napjainkig
Kötet: 2014/9
DOI: 10.17107/KH.2014.9.90-101
Kulcsszavak:
Lew Tolstoy,Dušan Makovický, Jasnaja Poljana, Ružomberok, Rózsahegy Rosenberg, Sopron, Ödenburg, Žilina, Zsolna, Sillein.
Keywords:
Lew Tolstoy,Dušan Makovický, Jasnaja Poljana, Ružomberok, Rózsahegy Rosenberg, Sopron, Ödenburg, Žilina, Zsolna, Sillein.
Abstract:

Dr. Dušan Makovický was a physician of slovakian origin who came from historical Hungary and who accompanied Lew Tolstoy during his last years. He was born on Dec. 10th 1866 in Rosenberg (Ružomberok.Rózsahegy) as youngest son of a family of 11. Rózsahegy-was a part of historical Hungary, in  District Liptó, (Liptau), now Slovakian republic.
Dušan Makovický was not just a passive observer but an active companion and an important conversational partner of one of the greatest figures in world literature. He accompanied Tolstoy during the last six years of his life 1904-1910.
Dušan Makovický tried to document the events in Tolstoy´s house during the years 1904.-1910 in an unbiased manner.
The image of Tolstoy, presented in Dušan Makovický ´s diaries shows a person who stood for his ideals and convictions, inspite of all inconsistencies.
Tolstoy as well as Dušan Makovický criticised firmly Russias efforts to become a great power. They both condemned exploitation, social injustice and chauvinism that led to prosecution of ethnic minorities and dissenters.
ith Stahl's animism, because its discoveries question the fundamental principles of medicine.


2010 jährte sich zum einhundertsten Male das Ereignis, dass Dr. med. Dušan (Duschan, Dusán) Makovický, Arzt slowakischer Herkunft, aus dem historischen Ungarn stammend, den großen russischen Schriftsteller Lew Tolstoi auf seinem letzten Weg begleitet hat.

Dušan-Makovický war nicht einfach passiver Beobachter, sondern aktiver Begleiter und wichtiger Gesprächspartner einer der größten Persönlichkeiten der Weltliteratur. Er begleitete Tolstoi während der letzten sechs Jahre seines Lebens von 1904–1910.

Wer war Dušan Makovický? Woher kam er?

Er wurde am 10. Dezember 1866 in Rosenberg (Rózsahegy – gehörte damals zu Ungarn, bis 1945 Ružomberk, danach Ružomberok, Komitat Liptó (Liptau), heute in der Slowakischen Republik) als jüngster Sohn einer elfköpfigen Familie geboren.

1869 – nach der Geburt seines jüngsten Bruders – verstarb die Mutter und sechs Wochen später auch der kleine Bruder. Die älteste Schwester erzog die neun Geschwister, darunter den jüngsten und sensibelsten, nämlich Dušan, in vorbildlicher Weise.

Sein Vater, Peter Makovický, war ein bekannter Kaufmann und Käsehersteller, der unter anderem einen Schafskäse (Bryndza deutsch Brimse ungarisch juhsajt) produzierte. Die fabrikmäßige Herstellung dieser Käseart geht auf ihn zurück. Der Vater war ein typischer Vertreter des heranwachsenden slowakischen Bürgertums, das sich infolge der wirtschaftlichen Entwicklung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts besonders im ehemaligen ungarischen Oberland mit den an Rohstoffen reichen Komitaten herausbildete. Sein Sohn Peter gründete später die erste moderne Holzschlifffabrik in Rosenberg.

Nach der Familienchronik stammt die Familie Makovický aus Südpolen/Nordost-Ungarn (heute Nordost-Slowakei) bei Bartfeld (Bártfa/Bardejov). Die Familie war evangelisch A.B. (lutherisch) und hatte ein hohes kulturelles Niveau. Es war daher selbstverständlich, dass die Kinder höhere Schulen besuchten. Zu Hause bei Tisch haben sie sich in mehreren Sprachen (slowakisch, polnisch, ungarisch und deutsch) unterhalten.

Das Familienoberhaupt hatte für die begabten Kinder der Stadt mehrere Stiftungen ins Leben gerufen. Mit Hilfe einer dieser Stiftungen ist Samuel Fischer nach Berlin gekommen, der spätere Verlagsgründer des heutigen S. Fischer Verlages.

Die Familie Makovický fühlte sich den Gedanken der Aufklärung verbunden. Aufgrund ihrer Herkunft und auch ihrer kulturellen Identität waren ihr chauvinistische Anschauungen vollkommen fremd. Peter Makovický war einer der Gründer der Matica Slovenská (1863), des slowakischen Kulturvereins in Turčiansky Svätý-Martin (Turócszentmárton , Turz-Sankt-Martin).

Die Söhne Makovickýs haben in Rosenberg die unteren Klassen bei den Piaristen absolviert.

Cyrill hat sein Abitur in Ödenburg in dem 1557 gegründeten evangelischen Lyzeum abgelegt; danach studierte er an der landwirtschaftlichen Akademie von Mosonmagyaróvár (dem ungarischen Altenburg). 1890 verteidigte er an der Universität Halle-Wittenberg seine Doktorarbeit mit dem Titel „Beiträge zur Monographie der ungarischen Rindviehrasse“. Er war Sekretär der ungarischen Gesellschaft in Halle an der Saale.

Im evangelischen Lyzeum zu Ödenburg (Sopron) existierten im 19. Jahrhundert mehrere Selbstbildungszirkel, u. a. die „Jarina“ für Schüler mit slowakischer Herkunft. In den Dokumenten der Jarina finden sich zwei von Cyrill Makovický aus dem Ungarischen in die slowakische Sprache übersetzte Gedichte: „Das erfrorene Kind“ von Josef Eötvös und „Ladislaus der Fünfte“ von János Arany.

Peter Makovický junior wurde 1881 aus dem evangelischen Lyzeum in Pressburg ausgeschlossen, gerade zu dem Zeitpunkt, als die anderen Brüder dort ihre Ausbildung fortsetzen wollten. 1882 sind Emil und Dušan zunächst in das Reformierte Kollegium nach Nagykörös gegangen, ein Jahr später wechselten sie nach Ödenburg (Sopron).

Von der literarischen Tätigkeit Dušans in seiner Ödenburger Zeit (1883–1885) ist nicht viel übrig geblieben. Er war ein Sprachtalent; im Gymnasium hat er 5 weitere Sprachen gelernt, darunter Englisch und Französisch. Seit den 60er-Jahren des 19. Jahrhunderts befanden sich in der Lyzeumsbibliothek auch Bücher der „neuen russischen Literatur“. Die Makovický- Söhne waren fleißige Leser. Sie lasen nicht nur die neue russische Literatur, sondern auch das von János Arany redigierte Journal „Kranz“ (Koszorú) sowie die Budapester Rundschau von Pál Gyulai.

1884 schloss sich ihm Mátyás Benczúr (später Martin Kukučin) an. Dieser kam für ein Jahr nach Ödenburg, weil er dort die Matura ablegen wollte. Er hatte bereits im ungarischen Oberland als Lehrer an der Unterstufe gearbeitet. Das Lyzeum in Ödenburg ermöglichte dem geächteten und aus dem ungarischen Schuldienst entfernten Lehrer die Ablegung der Matura. In diesem Fall hat der Lehrkörper des Lyzeums gegenüber Mátyás Benczur aus Menschlich- keit gehandelt. Über seine Zeit in Ödenburg schrieb Kukučin 20 Jahre später in warmherziger Erinnerung:

„In Ödenburg war die Luft frei, so dass man, wenn einen die Lust anwandelte Topfenfleckerln zu essen, sogar jeden Tag zu Manzinger (die Gaststätte gibt es noch heute in Ödenburg) gehen konnte oder sogar ins Theater zu einer Vorstellung der Schönen Helene.

Seine Freundschaft mit Dušan-Makovický dauerte auch während des Studiums an der Karls-Universität in Prag an. Martin Kukučin hat unter dem Titel „Aus meiner Studienzeit“ (Föiskolás koromból, „Zo studentskych casov“) darüber geschrieben. Interessant ist, dass Dušan Makovický ein Kaufmann werden wollte, sein Freund Benczur-Kukučin aber Theologe. 1886 haben sie sich in der „Goldenen Stadt“ Prag an der Medizinischen Fakultät getroffen.

In Prag war Dušan Makovický unter den Kommilitonen sehr beliebt. Von ihm erzählte man, dass er neben einem Bier stundenlang sitzen konnte. Wenn er aber ein Paket aus Rosenberg bekam, dann war es in einer halben Stunde geleert: Der Schafskäse (Brindza) und das große Rundbrot aus Liptau waren schnell aufgegessen, weil alle Kommilitonen eingeladen wurden.

Dušan Makovický hatte sich mit Tolstois Werk schon in Prag bekannt gemacht. Auf den jungen Studenten der Medizin übte die „Kreutzersonate“ von Tolstoi eine große Wirkung aus. In seiner freien Zeit beschäftigte er sich mit Philosophie und mit den moralischen Aspekten der Literatur. Seine Ablehnung von Tötungshandlungen drückte sich darin aus, dass er die Teilnahme an der Vivisektion eines Frosches ablehnte. Er hatte in Innsbruck und Berlin jeweils ein Semester Medizin gehört und danach in Moskau weiterstudiert. 1891 erhielt er an der Medizinischen Fakultät der Prager Karls-Universität das Medizin-Diplom. Er war anschließend Assistent an der Chirurgischen Klinik in Innsbruck bei Prof. Dr. Nicoladoni, später verbrachte er mehrere Monate an der Klinik für Innere Medizin der Universität Budapest.

Er war ein engagierter Anhänger der Lehre von Ignaz Philipp Semmelweis, der die Infektiosität des Kindbettfiebers entdeckt hatte und zu Recht als „Retter der Mütter“ gilt.

Makovický wollte sich ursprünglich als praktizierender Arzt in Bartfeld niederlassen, wurde aber auf Bitte seines kranken Vaters praktizierender Arzt in Sillein (Žilina, Zsolna).

Er war ein begeisterter Praktiker. Während seiner Tätigkeit wurde ihm sehr schnell klar, dass es eine wichtige Aufgabe des Arztes ist, den Patienten aufzuklären und ihm medizinische Ratschläge zu erteilen. Dadurch kann sich eine gute Beziehung zwischen Arzt und Patient entwickeln, die ihrerseits Grundlage einer erfolgreichen Behandlung ist.

Makovický schrieb ein kleines Buch über das Trachom, das die Patienten über die wichtigsten Symptome, die Ursachen und Heilungschancen informierte. Er selbst kannte die frühe Symptomatik des Trachoms und die Heilungsmethoden sehr gut. Man erzählte, dass sonntags mitunter 20–30 Kranke mit Trachom-Symptomatik in seiner Sprechstunde erschienen.

Der blonde Dušan Makovický mit seinen blauen Augen und seiner sanften, sehr stillen, altruistischen Art wurde von allen geliebt. Er hat den ersten Krankenunterstützungsverein in Žilina (Zsolna, Sillein) ins Leben gerufen. Darüber hinaus gründete er einen kleinen Verlag.

Er schrieb mehrere Bücher über die schädliche Wirkung des Alkohols und des Rauchens. Im dritten Band der Slowakischen Bibliographie findet man 12 Bücher mit seiner Autorschaft.

Dušan Makovický korrespondierte jahrelang mit Lew Tolstoi, besuchte ihn aber erst 1894 in Jasnaja Poljana, 1897 sogar zweimal. 1901 verlebte er mit ihm einen Urlaub auf der Halbinsel Krim.

1904 musste auch Tolstois Leibarzt Dr. Nikitin wegen des russisch-japanischen Krieges seinen Wehrdienst absolvieren. Tolstois Ehefrau Sofja bat Dušan-Makovický, den Kollegen für vier Wochen zu vertreten. Aus den vier Wochen wurden insgesamt 14 Jahre.

In Jasnaja Poljana spielte sich sein Leben zwischen Tolstoi und der Praxis ab; er versorgte gleichzeitig 82 umliegende Dörfer und arbeitete fast umsonst. Die Sprechstunden fingen meistens um 8 Uhr an und dauerten bis 13 Uhr. Eine Tochter des Grafen Tolstoi, Alexandra Lwowna, war seine Assistentin.

Nachmittags saß er am Tisch von Tolstoi und folgte mit großem Interesse den Disputen, die von Tolstoi geführt wurden. Er, Dušan-Makovický, schrieb unauffällig alles auf. In seiner Hosentasche hatte er harte Kartons und einen gespitzten Stift, mit dem er alle Fragen und Antworten stenographierte. Tolstoi hätte es nicht erlaubt, dass seine Worte abgeschrieben werden und als „unfehlbare Wahrheiten“ in die ganze Welt hinausgehen. Dušan Makovický ordnete nachts seine Notizen und übertrug sie in sein Tagebuch. Dabei hat ihm sein phänomenales Gedächtnis sehr geholfen. Die Aufzeichnungen sind 1924 in Buchform unter dem bescheidenen Titel „Notizen aus Jasnaja Poljana“ in tschechischer Sprache erschienen. Dieses Buch enthält die Gespräche aus den Jahren 1904 und 1905.

Einen Teil seines Tagebuches hat Makovický in ungarischer Sprache geschrieben (Mitteilung von Prof. Dr. Károly Kapronczay, Direktor des Semmelweis-Museums für Medizin-Geschichte in Budapest) mit der Begründung, dass diese Sprache für die Tochter und die Söhne unverständlich sei. Das war für ihn eine Absicherung, da er zunehmend mit Erbfragen bedrängt wurde.

Der Wert seines Tagebuches liegt auch darin, dass er die Äußerungen von Tolstoi gesammelt und geordnet hat, sowohl dessen Meinungen über Moral, Religion, Philosophie, Erziehung und Literatur als auch die Anschauungen über die Welt- und russische Politik sowie über soziale und Nationalitäten-Probleme.

Tolstoi mischte sich nicht in die Nationalitäten-Probleme der k. u. k. Monarchie ein

1907 haben mehrere ungarische nationalistische Organisationen Dušan Makovický angegriffen und ihm unterstellt, dass er derjenige war, der Tolstoi gegen die Magyaren aufgehetzt habe. Das ist aber eine falsche Behauptung! Vorausgegangen ist, dass die Magyaren nach dem Ausgleich zwischen Österreich und dem rebellischen Ungarn (1867) die Autonomie der Zips und des Königsbodens aufgehoben haben. Trotz der – gemessen am damaligen Europa – fortschrittlichen Kulturgesetze (§ 44/1868) wurde in Ungarn eine intolerante Schul- und Nationalitätenpolitik eingeführt. Ein Beispiel dafür war, dass die slowakischsprachigen Schulen vom ungarischen Kultusminister geschlossen wurden; übrig blieben nur drei slowakische Gymnasien. Auch die Matica Slovenská in Turčiansky Svätý Martin (Turócszentmárton, Turz-Sankt-Martin) wurde aufgelöst. Der ungarische Pfarrer Lajos (Ludwig) Geduly, Superintendent der evangelischen Kirche A.B. in Pressburg, stellte sich ganz offen gegen diese Intoleranz.

In dieser Situation war das evangelische Lyzeum in Ödenburg (Sopron) eine Insel der Hoffnung: Neben dem slowakischen Selbstbildungszirkel war auch eine slowakische Schülerzeitung erlaubt, deren erster Redakteur Cyrill Makovický war.

Auch die europäische Presse beschäftigte sich 1907 mit der Lex Apponyi.

Der große ungarische Dichter und Publizist Endre Ady hat in einer Kolumne in der Zeitung

 „Budapester Napló“ im November 1907 Dušan Makovický verteidigt, indem er die Wahrheit folgendermaßen formulierte: „Die neuen Glaubensbrüder (die Tolstoianer), die Veränderungen in Ungarn erreichen wollen, müssen entweder aussterben oder ihre Heimat verlassen.“

Durch Dušan Makovický war Tolstoi über die (mittel-)europäischen und speziell die ungarischen Probleme bestens informiert, auch über die ungarische Literatur und Kunst. Andererseits konnte die Welt dank Makovický auch Neuigkeiten aus der Umgebung von Tolstoi erfahren.

Dušan Makovický und Albert Škarvan (1869–1926) spielten eine ganz wesentliche Rolle bei der Verbreitung der russischen Literatur im übrigen Europa. Mehrere Bücher von Tolstoi sind im Westen früher erschienen als in Russland.

Dušan Makovický übersetzte aus der russischen in die slowakische und ungarische Sprache. Umgekehrt wurden mehrere ungarische und slowakische Bücher von ihm in die russische Sprache übersetzt. So hat er auch Verse Sándor Petöfi sowie Verse und Prosa von Endre Ady ins Russische übersetzt.

Die Vorstellung, dass Tolstoi die Rechte aus seinen Büchern an das russische Volk abtreten solle (initiiert durch seinen persönlichen Sekretär Tschertkow), stieß in der Familie Tolstoi auf großes Unverständnis.

Tolstois Frau Sofja (Sonja), geborene Behrs, 1844–1919) hat dreißig Jahre lang seine Skizzen, Texte, Romane abgeschrieben, so z.B. den Roman „Krieg und Frieden“ sechsmal. Während dieser Arbeit hat sie ständig mit ihm diskutiert.

Heute weiß man, dass Sofja Tolstaja genauso begabt war wie ihr Mann.

Ihr sensationelles Buch „Eine Frage der Schuld“ hat man erst 75 Jahre nach ihrem Tod (1994) in ihrem Nachlass gefunden. Es handelt sich um ein „Gegenstück“ zur Kreutzersonate.

Ihr Buch ist im Grunde genommen eine Autobiographie, geschrieben hat sie es 1892/93.

Die Kreutzersonate riss bei Sofja alte Wunden auf. Sie, Fräulein Behrs, hatte sich in den viel älteren Grafen und schon damals bekannten Schriftsteller Tolstoi romantisch verliebt. Obwohl zu Unabhängigkeit und Eigenständigkeit erzogen, gab sie alles für ihren Ehemann und die Familie auf. Ihre eigene Begabung stellte sie zurück und widmete sich ganz dem Schaffen ihres Mannes und ihrer Familie. Ihre literarischen Werke hatte sie vor der Hochzeit verbrannt.

In ihrem Buch stellte sie sich als eine Ehefrau dar, die nicht nur fürsorgliche Mutter war, sondern auch über eigene künstlerische Ambitionen verfügte, gesellschaftliche Interessen besaß und politische Fragen stellte.

Nach dem Erscheinen des Romans „Kreutzersonate“ erreichte die Beziehung zwischen den Eheleuten Tolstoi einen Tiefpunkt. Sofja war nicht bereit, nach 30-jähriger Ehe die Rolle der verführerischen und sündigen Ehefrau auf sich zu nehmen. Sie schrieb im Februar 1891 in ihr Tagebuch: „Er hat mich vor den Augen der ganzen Welt gedemütigt und den letzten Rest von Liebe zwischen uns zunichte gemacht.“

Trotzdem war sie es, die persönlich an höchster Stelle – beim Zaren Alexander II. in Sankt Petersburg – die Drucklegung der „verbotenen“ Erzählung „Die Kreutzersonate“ erwirkte.

Sofja war 16-mal in ihrer 30-jährigen Ehe schwanger, sie gebar dreizehn Kinder und hatte drei Fehlgeburten. Als sie nach der Geburt des fünften Kindes auf ärztlichen Rat hin weitere Schwangerschaften zu vermeiden wünschte, hielt Tolstoi dies für sich nicht hinnehmbar und zog sogar eine Trennung in Erwägung.

Tolstoi sah in seiner Frau nur ein Objekt der körperlichen Liebe; die künstlerische Begabung seiner Frau nahm er nicht zur Kenntnis.

Tolstoi geriet nach der Fertigstellung des Romans „Anna Karenina“ (1878) in eine erste geistige Krise. In den darauf folgenden Jahren beschäftigte er sich mit religiösen und gesellschaftlichen Fragen. Er kritisierte Russland, dessen Gesellschaftssystem und die soziale Ungleichheit. Tolstoi verband diese Ideen mit seinen Idealen der Nächstenliebe und der radikalen Gewaltlosigkeit. Den Herrschenden war er damit ein Dorn im Auge. Er stand unter polizeilicher Überwachung, seine Werke wurden zensiert.

Sofja konnte und wollte auf diesem Weg nicht folgen. Es kam zum Bruch zwischen den Eheleuten Tolstoi, der im Laufe der Jahre unüberbrückbar wurde. Sofja schrieb: „Unser Leben hat zwei Richtungen genommen: Ich beschäftige mich mit den Kindern und wirtschaftlichen Angelegenheiten (sie hatte den weiteren Zerfall des Tolstoi’schen Besitzes verhindert). Er, Tolstoi, beschäftigt sich mit seinen Ideen.“

Sie litt weder an „Altershysterie“ noch befand sie sich im Anfangsstadium einer Paranoia, wie dies in Berichten eines Psychiaters und weiterer konsultierter Ärzte zum Ausdruck gebracht wurde.

Dušan Makovickýs Schilderung von Tolstois letzter Reise

Àrpád Pásztor, ein ungarischer Journalist der Abendzeitung in Budapest (Est), bat Dušan-Makovický um ein Interview über die Flucht von Tolstoi, die mit dessen Tod endete. Pásztor besuchte Makovický am 11. Januar 1911 in Rózsahegy (Ruzomberk, Rosenberg), wo sich dieser im Kreise seiner Familie erholte. Auf dem Bahnhof empfing ihn Peter Makovický, der Bruder, und begleitete ihn in Makovickýs Haus. Dušan wohnte in der ersten Etage. Pásztor wurde ein herzlicher Empfang bereitet. Auf dem Tisch stand ein Samowar mit dampfendem Tee. Pásztor fand eine gutbürgerliche Atmosphäre vor, so wie bei Tolstois in Jasnaja Poljana.

Pásztor stellte fest, dass in Dušans Stimme eine leise Wehmut mitschwang.

Der Journalist kam sofort zum Thema. Er kannte Dušan Makovický ziemlich gut, weil er ihn im August 1909 in Jasnaja Poljana besucht hatte.

„Was war der tatsächliche Grund für Tolstois Exodus („Auszug“)?“, so lautete seine erste Frage. Darauf antwortete Makovický: „Verzeihen Sie mir, darauf kann ich beim besten Willen keine Antwort geben, darüber kann ich erst nach Jahren frei sprechen. Der Gedanke Tolstois, diesen Weg zu wählen, war nicht neu. In den Jahren 1858–1861 wollte er sich sogar zweimal verstecken, um unter die einfachen Menschen zu gehen. Er hat mich darum gebeten, dass ich ihn auf diese Reise begleite, die erst zum Volk, dann zur Einsamkeit führen sollte.“

„Warum wollte er die Einsamkeit?“ Makovickýs Antwort: „Er wollte die menschliche Vollkommenheit suchen und erforschen, er wollte etwas Neues finden, irgendwo etwas Göttliches erreichen.“

Er hatte nur seine Tochter Alexandra und deren Freundin Theokrita über sein Vorhaben informiert. Er bat die beiden, dass sie ihm einige Tage später in das Kloster Schamordino nachkommen sollten, wo 700 Nonnen, darunter die 80-jährige Schwester von Lew Tolstoi lebten.

„Zuerst führte der Weg zum Bahnhof Koselsk, danach haben wir eine Kutsche genommen und am gleichen Abend, also am 7. November, sind wir um 19 Uhr im Optyna-Pustyn-Kloster angekommen“. „Tolstoi war nach der langen Kutschfahrt und dem schlechten Weg müde und kraftlos. Ich hatte ihm vorgeschlagen, dort zu übernachten. Am nächsten Tag stand er in aller Herrgottsfrühe auf und wollte den Ältesten des Klosters (Starez) besuchen, aber dann nahm er doch davon Abstand. Am gleichen Tag fuhren wir mit der Kutsche weiter und erreichten das Kloster Schamordino. Hier hat er seine Schwester aufgesucht.“

„Ich habe die beiden Geschwister unter Tränen aufgefunden. Hier haben wir zwei Nächte und zwei Tage verbracht. Tolstoi erledigte seine Briefe. Er schrieb einen Brief an Sofja und teilte ihr mit, dass er sie verlassen wolle. Dann schrieb er noch den Kindern einen Brief.

Er hatte seinen Artikel gegen die Todesstrafe fertig gestellt.

Tolstoi schlief am zweiten Tag (dem drittletzten seines Lebens) unruhig. Wiederum in Herrgottsfrühe wollte er sich von Maria Nikolajewna verabschieden, wartete dann aber doch nicht auf sie. Wir sind wieder zurück nach Koselsk gefahren und während der Reise hat er beschlossen, dass wir zu dem im Kaukasus liegenden Nowotscherkask fahren, wo die Enkelin von Maria Nikolajewna wohnt.“

„In den letzten-beiden Jahren ist Tolstoi alle sechs Wochen ohnmächtig geworden. In Schamordino hatte er wieder einen Anfall. Er fühlte sich schwach, wurde vom Schlaf übermannt und wurde wieder ohnmächtig.“

Während der Reise nach Nowotscherkask verschlechterte sich sein Zustand. Daraufhin brachte Dušan den Zug mit der Notbremse zum Stehen. Im Bahnhof Astapowo fragte Dušan nach, ob für Tolstoi hier die Möglichkeit einer Unterkunft gegeben wäre.

Tolstoi ist ohne Hilfe allein aus dem Zug ausgestiegen und in den Wartesaal der zweiten Klasse gegangen. Dušan-berichtet über das Mitgefühl der hier stehenden Menschen, die alle tief bewegt waren. Jeder hatte seinen Hut abgenommen, es herrschte Stille und Traurigkeit.

Am kritischen Tag, dem zweitletzten Tag seines Lebens, fing er um 16 Uhr an zu frieren.

Interessant ist, dass er während der letzten drei Tage seines Lebens noch gearbeitet hat. Seiner Tochter Alexandra hatte er seine Gedanken über Gott diktiert, und in seinem Buch „Für alle Tage“ ab und zu gelesen. Er blätterte immer wieder in den Büchern „Der Begriff des Gottes“ von P. Nikolajew sowie „Über den Glauben“ von Nowoselow.

Am dritten Tag seiner Krankheit sprach er offen über den Tod, als Dušan Makovický ihm mitteilte: „Sie haben eine Lungenentzündung.“

Zwei Stunden vor seinem Tode sagte er: „Ich denke, ich werde sterben!“

Dann wies er auf das Schachspiel hin. „Jetzt kommt der letzte Zug: Matt! Ihr sollt mir alle verzeihen, dass ich Euch so viele Unannehmlichkeiten verursacht habe!“

Tolstoi wunderte sich, dass sich seine Söhne in Astapowo eingefunden hatten.

Seine letzten Worte richtete er an seinen Sohn Sergej: „Sergej, ich liebe die Wahrheit, vieles…(er war schon verwirrt)…. ich liebe Euch alle!“

Seine letzten Sätze waren auf Russisch: „Ja ne hotschu porfin“ (ich will kein Morphin). Er war schon so verwirrt, dass er anstelle des Buchstabens M den Buchstaben P aussprach. Sein Bewusstsein hatte er nicht verloren. Unmittelbar vor seinem Tode rief Dušan-Makovický Tolstoi mit seinem Namen. Dieser öffnete die Augen, schaute Dušan an, sprach aber nicht mehr. Dann schwand der Puls. Am 20. November 1910, nach 4-tägigem Leiden, schloss Dušan Makovický die Augen von Tolstoi.

Einer der Konsiliarärzte teilte den draußen wartenden Menschen den Tod von Lew Tolstoi mit. Alle nahmen ihre Hüte ab und schluchzten.

Später sprachen sie über das literarische Erbe von Tolstoi: über die Romane „Hadschi Murat“ und „Vater Sergius“. Das letztgenannte, es handelt von einem Pater, der sich in die Einsamkeit zurückgezogen hat, kann man als Autobiographie von Tolstoi auffassen. Zwei Dramen wurden gefunden „Zhivoj Trup“ (Der lebende Leichnam) sowie „Und das Licht erscheint in der Finsternis“.

Neben mehreren Novellen wurden 30 Manuskripte gefunden.

Irgendwann fragte der Journalist Dušan Makovický nach dessen Plänen. Dieser antwortete darauf, bescheiden im „Makovický-Stil“:

"Über mich sprechen wir bitte nicht, hier ist und bleibt die Hauptperson Lew Tolstoi, der große russische Schriftsteller.“

Nach einiger Zeit ergänzte er jedoch: „Ich werde mein Leben in Jasnaja Poljana zusammenfassen. Zunächst werde ich das Tagebuch nicht verlegen, es bleibt eine wichtige Quelle für die zukünftige Tolstoi-Forschung. Eine Weile werde ich in Rosenberg bleiben, mich von den Ereignissen erholen, dann kehre ich nach Jasnaja Poljana zurück, dort ist eigentlich mein Platz.“

Als Makovický nach Jasnaja Poljana zurückkehrte, wurde er als Spion der Donau-Monarchie angesehen. Andererseits hat ihn Österreich-Ungarn als russischen Spion verdächtigt.

Große Veränderungen traten nicht ein. Gräfin Sofja arbeitete, kümmerte sich um die wirtschaftlichen Angelegenheiten und um den Haushalt. Der Sohn, Graf Lew, war in Paris bei Rodin und draußen, unter seinen geliebten Eichenbäumen lag Lew Tolstoi: Er ist zur letzten Ruhe gekommen, die er gesucht hat!

Jasnaja Poljana ist heute Gedenkstätte und Museum für Lew Tolstoi und wird von einem Urenkel betreut. Im November 1912 erwarb die Stadt Moskau das Haus der Familie Tolstoi. Heute befindet sich dort das Staatliche Tolstoi-Museum.

Als Pazifist protestierte Dušan Makovický mit zahlreichen Schülern Tolstois gegen den Ersten Weltkrieg. Die Protestierenden wurden zerstreut und Dušan-Makovický verbrachte 10 Monate Freiheitsstrafe in der Justizanstalt von Tula.

Er wurde begnadigt und kehrte zu seiner täglichen Arbeit in die Praxis zurück, d.h. jeden Tag hielt er Sprechstunden ab und versorgte zusätzlich noch 82 Dörfer.

Er schonte sich nicht bei der Arbeit und setzte sich dabei einer Infektion aus. Er erkrankte am Flecktyphus. Seine Genesung hat er Matrena Konstantinova Orheeva, einer aufopferungsvollen Krankenschwester, zu verdanken. Er heiratete sie später und nahm sie 1920 in die neu entstandene Tschechoslowakei nach Rosenberg mit.

Einen Teil seiner Tagebücher überließ er dem Tolstoi-Museum in Moskau.

Während seiner Heimreise sind mehrere Koffer verloren gegangen, die erst später nach seinem tragischen Tode wieder auftauchten.

Dušan Makovicky, der ein toleranter Weltbürger war, musste zur Kenntnis nehmen, dass die neuen Machthaber in der Tschechoslowakei seinen Cousin, den evangelischen Pfarrer, in Untersuchungshaft nahmen, weil er weiterhin in drei Sprachen (slowakisch, ungarisch und deutsch) predigte.

Dušan Makovický fand seinen Platz nicht mehr. Er sollte ursprünglich die Stelle des Amtsarztes in der Stadt Turčiansky Svätý-Martin (Turócszentmárton, Turz-Sankt-Martin) annehmen. Seine Antwort war eindeutig: „Danke, ich kann nicht kommen. Ich bin noch nicht in einem solchen Zustand, dass ich mit meiner ärztlichen Tätigkeit anfangen kann.“

Bei ihm traten schwere Depressionen auf. Am 12. März 1921 erhängte er sich in Rosenberg. Nach seinem Tode wurde die Tochter Dorothea geboren, die später in Budapest als praktizierende Ärztin (Schulärztin) arbeitete.

Das Tagebuch von Dušan Makovický ist eine der wichtigsten unzensierten Quellen der Tolstoi-Forschung. 1924 ist ein Teil dieses Tagebuches (die Jahre 1904 und 1905 betreffend) in tschechischer Sprache erschienen.

1979 wurde das Tagebuch von Dušan Makovicky nach mehrjähriger Forschungsarbeit durch die Sowjetische Akademie der Wissenschaften und das Tolstoi-Museum in vier Bänden herausgegeben. Für diese Ausgabe wurden tschechische und slowakische Tolstoi-Forscher in die Arbeit mit einbezogen.

Die Ausgabe mit dem Titel „Bei Tolstoi in Jasnaja Poljana – das Tagebuch von Dušan Makovicky” wurde von Zsigmond Gerencsér in die ungarische Sprache übersetzt und vom Europa-Verlag in Budapest 1999 herausgegeben. Gerencsér betreute diese Ausgabe und ergänzte sie mit zahlreichen Bemerkungen.

Der Ungar Zsigmond (Sigmund) Gerencsér gehört ohne Zweifel zu den renommiertesten Tolstoi-Forschern. Zsigmond Gerencsér hatte das evangelische Lyzeum in Ödenburg besucht, wo er von Jenö (Eugen) Pröhle, einem angesehenen Tolstoi- und Makovický-Forscher (1909–1986) unterrichtet worden ist. Die fünf Makovický-Söhne waren von Pröhles Großvater Károly (Karl) Thierring (1843–1915) in den Fächern Latein und Griechisch unterrichtet worden. Für Jenö (Eugen) Pröhle war das Anlass, sich näher mit Dušan-Makovický zu beschäftigen.

Jenö Pröhle fand im Nachlass des Großvaters eine ausfühliche Dokumentation von berühmten Schülern des Lyzeums, u.a. auch über die Makovický-Brüder.

Pröhle zeigte Zsigmond Gerencsér die tschechische Ausgabe des Tagebuches von Dušan Makovický aus dem Jahre 1924 und erweckte damit seine Aufmerksamkeit.

Dušan Makovický hatte versucht, die Ereignisse im Hause Tolstoi in den Jahren 1904–1910 ohne Übertreibungen und möglichst objektiv darzustellen. In der Familie Tolstoi waren die drei Töchter seine Lieblinge. Die Söhne haben sich um die Ansichten des Vaters nicht gekümmert, sie haben damals „wie die anderen Grafen in Westeuropa gelebt”. Die Kartenspielschulden wurden immer von der Mutter beglichen.

Das in den Tagebüchern von Dušan Makovický präsentierte Bild von Tolstoi zeigt eine Person, die trotz aller Widersprüche ihren Idealen und Überzeugungen treu geblieben ist.

Im Tagebuch von Makovický findet sich u. a. auch folgende Aussage Tolstois:

„Ich bin davon überzeugt, dass die Ansichten der dummen und beschränkten Menschen keine Unterschiede zeigen.”

Sowohl Tolstoi als auch Dušan Makovicky haben konsequent das Großmachtstreben Russlands kritisiert. Sie verurteilten auch die Ausbeutung, gesellschaftliche Ungerechtigkeiten und den Chauvinismus, der zur Verfolgung von ethnischen Minderheiten und Andersdenkenden führte.

P.S.:Von Dr. med Gyula (Julius) Makovicky wurde eine zweisprachige Gedenktafel (ungarisch, slowakisch) dem Lyzeum geschenkt. Am 29. Mai 2011 erfolgte im Rahmen einer Feierstunde durch ihn die Übergabe und Enthüllung der Gedenktafel.

  

1.abra Duriska, Ž: Medzi mlynmi a bankami: dejiny rodu Makovickovcov (Zwischen Mühlen und  Banken: Familiengeschichte der Makovický,s 2007 Slowakische Republik.

 

2. Emléktábla

Literatur:

1.Ady, E:Tolsztoj es Makovický (Tolstoi und Makovický) I: Budapesti Napló 1907 nov 27

2. Archiv der Familie Makovický (Matica Slovenská)

3. Dohnány, L: Dušan Makovicky, L.N. Tolsztoj orvosa. Orvosi Hetilap 1971;111:2034-4. http://dx.doi.org/10.1556/oh.2010.ho2316

4. Duriska, Ž: Medzi mlynmi a bankami: dejiny rodu Makovickovcov (Zwischen Mühlen und  Banken: Familiengeschichte der Makovický,s 2007 Slowakische Republik.

5. Gémes-Rostás, N: persönliche Mitteilung 2010.

6. Gerencsér, Zs: Zum Potrait von Albert Škarvan und Dušan Makovický. Studia Slavica Hungarica. 1980;XXVI:351-367.

7. Gerencsér, Zs: Auch Tolstoj gegen die Ungarn? Die Geschichte einer Fälschung. In: 2000

(Budapest) 1992/August  S.57-59. Erheblich erweiterte Fassung von Gerencsér Zsigmond

8. Gerencsér, Zs: persönliche Mitteilung 2000.

9. Hochberger, E: Das große Buch der Slowakei 1999. Kraft Verlag

10. Kertész ,T: Makovicky Dusán és Tolsztoj. Orvosi Hetilap 1978;119: 2817-2818 und  2823. http://dx.doi.org/10.1556/oh.2010.ho2316

11. Makoviczky Gy: persönliche Mitteilung.

12. Makovicky, C: Beiträge zu einer Monographie der ungarischen Rindviehrasse.- Halle a.S. 1890. Diss. Halle a.S.

13.Makovický, D: Tolsztojnál Jasznaja Poljanában. Dušan Makovicky naplója. Ungarische Ausgabe. (forditotta oroszból Gerencsér Zsigmond) Europa Könyvkiadó, Budapest 1999.

14. Makovitzky J: Dušan Makovický és Lew. Tolsztoj kapcsolata. Orvoskari Hirmondó, Pécs, 2010 április.

15. Makoviczky Gy: persönliche Mitteilung.

16. Pásztor, À: Tolsztoj háziorvosa, Dr. Makovický Dušan elmondja az Est munkatársának a nagy iró  elvandorlása és halála törtenetét. In: Est 1911. január 26.

17. Pröhle J: Kukučin Martin (Bencúr Mátyás) és Makovický Dušan soproni diáksága. Filológiai Közlöny 1963;9: 437-439

18. Pröhle J: A soproni liceum két egykori jeles szlovák diákja Soproni Szemle 1967: 21; 361-363.

19.Pröhle J: Makovický Dušan diáksága Sopronban. Unveröffentliche Daten 1978.

20. Pröhle J: persönliche Mitteilungen. 1978, 1980